Neues vom Pneumologenkongress - Oktober 2017 in Innsbruck

Die für Lungenfibrose bedeutenden Veranstaltungen im Überblick


Donnerstag 5. Oktober 2017

Freitag 6. Oktober 2017


Obwohl der Bereich der ILD´s am Kongress nur wenig Raum einnahm, gab es doch bemerkenswerte Vorträge mit wichtigen Informationen.

  • Die präsentierten Fallbeispiele zeigten wie wichtig interdisziplinäre Zusammenarbeit ist
  • Interstitielle Lungenerkrankungen nehmen mittlerweile einen wesentlichen Platz im Bereich der Lungengefäßforschung am Ludwig Boltzmanninstitut in Graz ein.
  • Die Differentialdiagnosen bei ILD´s sind immer noch eine Herausforderung, wie am Beispiel EAA (exogene allergische Alveolitis) und IPF gezeigt wurde.
  • Akute Exazerbationen bei IPF sind schwierig zu beherrschen, die Mortalität nach solchen akuten Ereignissen ist hoch. Der Vermeidung von akuter Exazerbation muss Beachtung geschenkt werden.

Uns liegt die frühe und genaue Diagnose der IPF Patienten am Herzen.

Wir wissen, dass nur ein kleiner Teil, der laut Prävalenz betroffenen Patienten, derzeit in Behandlung sind. Daher haben wir Lungenärzte am Kongress befragt, die beiden Fragen:

  1. Wo am Diagnoseweg bleiben die PatientInnen hängen?
  2. Was kann getan werden um die Situation zu verbessern?

Die Antworten:


1. Zum Diagnoseweg.

  • Die Patienten kommen spät zum Lungenfacharzt. Es dauert auch Zeit bis sie in ein adequates Zentrum kommen. (Dr. Sickmeier/BRD)
  • Ich glaube die Patienten bleiben beim Allgemeinmediziner, beim Internisten eine Zeit lang, bevor sie den Weg in die Fachklinik finden. (Prim. Dr. Errhalt/Krems)
  • Der IPF Patient bleibt beim Praktiker hängen.
  • Es geht um Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung!
  • Oft ist die Interaktion Arzt – Patient ein Problem, dadurch Zeitverlust.

2. Zur Verbesserung der Situation.

  • Schwierig, die Patienten sollten kritisch ihre Symptome hinterfragen. Früh zum Facharzt, abhorchen, Status erheben, weiterschicken ins Zentrum. Fortbildung für Ärzte ist immer gut.

  • Aufklärung der Patienten über potentielle Selbsthilfegruppen, Aufklärung der Allgemeinmediziner und Internisten.

  • Lungenröntgen in der Vorsorge, kleine Spirometrie.

    Patienten mit Atemnot sollen vom Hausarzt gewissenhaft abgehört werden.
    Medizinische Ausbildung der Allgemeinmediziner.
    (Prof. U. Costabel/BRD)

Nicht genannte ÄrztInnen wollten anonym bleiben. Danke für die Bereitschaft zur Stellungnahme.


Es waren Vertreter mehrerer (seltener) Lungenerkrankungen vor Ort. Hier einige Eindrücke

 

Vielen Dank an Vivisol für die Unterstützung und die Übernahme der Hotelkosten.

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